Das deutsch/italienische Quartett Camatta Monk ist eine kleine Brassband, die Kompositionen Thelonious Monks auf ihre eigene Weise spielt. Swing, Bebop und Blues treffen auf Free Jazz und Freie Improvisation. Die vier Musiker sind Teil der lebendigen Improvisationsszene des Ruhrgebiets sowie der Improvvisatore Involontano. Auf zu neuen Ufern mit der Tradition im Rucksack. Misterioso!

The transeuropean quartet Camatta Monk works like  a small scale brass band. The ensemble takes pieces by jazz legend, Thelonious Monk, and transforms them by interpreting them through the filters of Freejazz and contemporary avant-garde. The participating musicians from Germany and Italy bring unique musical perspectives and voices from different active improvising scenes in Europe.  Exploring uncharted waters while carrying the tools of tradition. In any case – Misterioso!

Simon Camatta - Drums
Flavio Zanuttini - Trumpet
Julius Gabriel - Tenorsax
Florian Walter - Contrabass Clarinet, Baritone Saxophone
Presse

neue musik zeitung

...Und wo bleibt bei dieser Ästhetik des Schönen und Guten die ästhetische Provokation, die den Jazz ja auch ausmachen soll? In dieser Disziplin hatte ein weiteres Projekt mit einem nord-rhein-westfälischen Musiker die Nase vorn: Wenn der Essener Schlagzeuger Simon Camatta allein mit drei Bläsern die Musik von Thelonius Monk interpretiert, öffnen sich Tore hinein in Zeiten, in denen Jazz vor allem noch Avantgarde bedeutete. Schier unglaublich ist die Präzision, mit der das deutsch-italienische Quartett den ganzen Ecken, Kanten und Reibungen der Monk-Musik eine gleißend scharfe Kontur verleiht. Monks scheppernd-dissonantes Klavierspiel kann man eh immer nur ansatzweise nachempfinden (wenn man es kann). Trompeter Flavio Zanuttini, Tenorist Julius Gabriel sowie Florian Walter an Bassklarinette und Baritonsax erzeugen Bläsersätze, die wie ein hochenergetischer Block mit ganz viel Reibung und Spannung wirken. Camatta selbst setzt auf dem Schlagwerk groteske Akzente und treibt einen lässigen Swing in bestem Monk’schen Geist auf den Siedepunkt.
Simon Camatta ließ zwischen den neuinterpretierten Monk-Stücken noch ein paar anspielende Worte los über jene richtige politische Haltung zu aktuellen Ereignissen in unserem Lande und anderswo, wie er sie von seiner Zuhörerschaft erwartet. Die Teilnahme an einem Jazzkonzert durfte in diesem Moment also mal wieder Statement sein, um Flagge zu zeigen!



jazzhalo.be: Int.Münster Jazzfestival 2015


...Es ist eine Wohltat zu hören, wie sich die Bläser in der Wiedergabe der verschiedenen Themen ablösen, sie auch fragmentieren und umspielen. Einen nachhaltigen Eindruck im Klang hinterlassen die Kontrabassklarinette und das Baritonsaxofon – beide brummende Tieftöner…


NRZ / RP 04.Nov.2014:

Und dann wird es wild und frei auf der Bühne. Camatta Monk spielt ausschließlich Stücke von Thelonious Monk. Oder besser gesagt: die Band verwendet grundsätzlich nur thematisches Material des Komponisten als Ausgangspunkt für ihre junge Interpretation von Bebop und Freejazz. Flavio Zanutti (Trompete), Julius Gabriel (Tenorsaxophon) und Florian Walter (Baritonsaxophon und die wie ein gestimmtes Didgeridoo klingende Kontrabassklarinette) teilen sich melodische Phrasen Ton für Ton untereinander auf, agieren als kompakte Messing-Soundmaschine, die aus ihren "Green Chimneys" schnaubend, ächzend und quietschend musikalische Emissionen ausstößt, während Simon Camatta an seinem Schlagzeug herum wirbelt, gestikuliert oder auch mal ganz real mit Konfetti um sich wirft. Freie Improvisation als Bebop-Performance.
Was für ein Finale.


NrwJazz.net

Wenn der Essener Schlagzeuger Simon Camatta allein mit drei Bläsern die Musik von Thelonius Monk interpretiert öffnen sich Tore und werden Energien frei, die in Zeiten hinein katapultieren, wo Jazz vor allem noch und nichts anderes als Avantgarde bedeutete. Schier unglaublich ist die Präzision, mit der das deutsch-italienische Quartett den ganzen Ecken, Kanten und Reibungen der Monk-Musik eine gleißend scharfe Kontur verleiht. Monks scheppernd-dissonantes Klavierspiel kann man eh nicht kopieren und nur ansatzweise nachempfinden (wenn man es kann.) Trompeter Flavio Zanuttini, Tenorist Julius Gabriel sowie Florian Walter an Bassklarinette und Baritonsax erzeugen Bläsersätze, die wie ein hochenergetischer Block ganz viel Reibung und Spannung erzeugen. Camatta selbst waltet und schaltet darin, setzt auf dem Schlagwerk groteske Akzente und treibt einen lässigen Swing in bestem Monkschen Geist auf den Siedepunkt. So und nicht anders geht querdenkerischer Umgang mit einem großen musikalischen Erbe aus dem 20. Jahrhundert!


Jazzthing

Spannend ist das Quartett Camatta Monk, bei dem der Schlagzeuger Simon Camatta einige der altehrwürdigen Monk-Stücke gehörig durcheinander rüttelt.


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